Wenn Sie nach einer bariatrischen Operation einen signifikanten Gewichtsverlust erreicht haben, können Hauterschlaffungen an bestimmten Stellen Ihres Körpers entstehen. Manche Patienten mit Adipositaschirurgie bevorzugen eine rekonstruktive Operation, um sich von dieser überschüssigen Haut zu befreien.
Plastische Chirurgen bevorzugen Konturierungstechniken wie Bauchstraffung, um überschüssige Haut zu entfernen. Diese Verfahren haben sich als erfolgreich erwiesen, um Patienten dabei zu unterstützen, ihre Körperform wiederherzustellen und tägliche Aktivitäten zu genießen.
Patienten sollen aber vor einer rekonstruktiven Operation nach einer bariatrischen Operation bestimmte gesundheitliche Kriterien erfüllen. Bitte fragen Sie Ihren Hausarzt oder Chirurgen, ob Sie ein geeigneter Kandidat für eine rekonstruktive Operation sind. Wenn es nicht der Fall ist, versuchen Sie bitte zu erfahren, wie Sie Ihren Gesundheitszustand verbessern können, um als wählbar für die rekonstruktive Chirurgie beurteilt zu werden.
Voraussetzungen für die plastische Chirurgie:
- Ein guter allgemeiner Gesundheitszustand.
- Mindestens ein Jahr soll nach bariatrischer Operation vergangen sein.
- Der Gewichtsabnahmeprozess soll vor mindestens 6 Monaten abgeschlossen sein.
- Ein BMI von 25 oder weniger ist für bessere kurz-, mittel- und langfristige Ergebnisse erforderlich.
- Vitamin-/Mineralstoffmangel soll nicht vorhanden sein.
- Aufhören mit dem Rauchen ist für eine bessere Wundheilung vorteilhaft.
- Keine aktive Schwangerschaft, keine Schwangerschaftsplanung für das nächste Jahr sollen vorhanden sein.
- Eine balancierte Ernährung und regelmäßige körperliche Aktivität sind kritisch.
- Der Patient soll realistische Erwartungen haben.
Folgende Prozeduren kann man vorziehen:
Abhängend von der Menge des verlorenen Gewichts und der Stelle der überschüssigen Haut, können Sie eines oder mehrere der folgenden postbariatrischen Rekonstruktionsverfahren betrachten:
- Bauchstraffung: Die Bauchstraffung ist ein effektives postbariatrisches und rekonstruktives Verfahren, wobei nicht nur überschüssige Haut entfernt wird, sondern auch die Bauchmuskeln gestrafft werden. Dadurch werden eine dünne Taille und ein flacher Bauch geschafft. Bitte beachten Sie, dass eine Bauchstraffung eine lange und sichtbare Narbe am Unterbauch hinterlässt.
- Oberarmstraffung: Die Oberarmstraffung beginnt mit einem Schnitt im unteren Teil des Oberarms. Dann wird überschüssige Haut entfernt, um ein straffes Aussehen zu erstellen. Bitte beachten Sie, dass die Oberarmstraffung eine lange und sichtbare Narbe hinterlassen kann, die am oberen Teil Ihres Oberarms anfängt und sich bis zum unteren Teil des Oberarms erstreckt.
- Gesäßformung (Brazilian butt lift): Der Hüftbereich ist einer der häufigsten Bereiche, die nach der Gewichtsabnahme eine Körperkonturierung benötigen. Der plastische Chirurg hebt und formt diesen Körperteil neu, um glattere und straffere Konturen zu schaffen.
- Bruststraffung: Da die Brüste vorwiegend aus Fettgewebe bestehen, können sie von der Gewichtsabnahme erheblich beeinflusst werden. Brustvergrößerung und Bruststraffung sind zwei Verfahren, die für die Straffung der Brustlinie nach Gewichtsabnahme bevorzugt werden.
- Oberschenkelstraffung: Nach einem signifikanten Gewichtsverlust nach der bariatrischen Operation, bleibt bei vielen Patienten überschüssige Haut im Oberschenkelbereich zurück. Eine Oberschenkelstraffung kann für diese Personen sinnvoll sein. Es gibt viele Arten von Oberschenkelstraffungen. Der Unterschied zwischen ihnen ist die Art der Inzision, die der Chirurg durchführt:
o Vertikale Oberschenkelstraffung: Der Inzision beginnt im Leistenbereich und reicht bis zur Innenseite des Knies. Überschüssige Haut an der Innenseite des Oberschenkels wird entfernt. Man soll nicht vergessen, dass eine sichtbare Narbe nach der Heilung zurückbleiben kann.
o Mediale Oberschenkelstraffung: ist die beliebteste Art der Oberschenkelstraffung. Sie ist ideal für Personen mit mäßigem Fett und übermäßiger Haut im medialen Teil der Oberschenkel. An der Faltlinie des Leistenbereichs wird ein Schnitt gemacht und die Haut gestrafft.
o Oberschenkelaußenstraffung: Eine Inzision wird vom Hüftbereich bis zum Leistenbereich gemacht.
o Spirale Oberschenkelstraffung: ist ein neues Oberschenkelstraffungsverfahren, bei dem die hinteren, vorderen, seitlichen und medialen Bereiche des Oberschenkels geformt werden. Der Schnitt beginnt direkt unter der Hüfte und reicht bis zur Faltlinie des Leistenbereichs. Diese Operation wird normalerweise bei Patienten durchgeführt, bei denen eine große Menge Haut und Fett aus obengenannten Bereichen entfernt werden soll.
Viele Menschen wollen wissen, ob rekonstruktive chirurgische Operationen von der Krankenkasse oder dem staatlichen Gesundheitssystem erstattet werden. Einige Eingriffe werden erstattet, andere aber nicht.